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Ob es nicht zu laut sein würde, hatte zuvor eine Abonnentin gefragt. Woraufhin sich Solist Gunter Haußknecht erhob und einige Takte auf seinem Dudelsack bließ. Immerhin ging es in diesem Philharmonischen Konzert um das Land, das wie kein anderes mit der Klangquelle assoziiert wird: Schottland.
Von dort angereist war der Dirigent: Auf den Orkney-Inseln hat der Engländer Peter Maxwell Davies seit den frühen 70er Jahren seine Wahlheimat. Natur und Menschen speisen auch seine Stücke, "A Reel of Seven Fishermen" and "An Orkney Wedding, with Sunrise". Eröffnet wurden die Konzerthälften durch Felix Mendessohn Bartholdys "Hebriden"-Ouvertüre und die "Schottische"-Sinfonie. Wo Mendelssohn die traditionelle Musik nichts galt, scheut Davies die Folklore nicht: Wenn das Ausbleiben eines Fischers betrauert wird, lässt er die tradtitionelle "Reel" vom schmissigen zum Totentanz werden. Wo Mendelssohn dramatisch Steilküsten einfängt, geht es Davies um die Seelenlandschaft vom Wind gebeugter Inselbewohner. Dem Orchester entlockte Davies beides. Und als schließlich Haßknecht samt Dudelsack auftrat, waren die Anwesenden versönt auch mit Davies' teils so neu Tönendem.
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